NACH ZÜRICH: BARRACA CULTURAL

Die Ausstellung "Nach Zürich: Barraca Cultural" die wir mit Gustavo Hansson im Helmhaus präsentieren dürfen, fand vom 06.12.19 - 26.1.20 statt.

“Die Transformation des gesamten Werkes eines Künstlers in sein Haus”

Zusammen mit dem Künstler Gustavo Hansson haben wir die «Barraca Cultural» im Helmhaus gebaut. Die Idee hinter der «Barraca» ist, dass sie das gesamte Werk eines Künstlers unter einem Dach vereinigt und somit quasi nur noch daraus besteht, die Konstruktion tritt in den Hintergrund. Die Kunst wird zum neuen Zuhause, zum «Shelter», zum Schutz. Das Werk des Künstlers setzt sich dabei mit Themen auseinander, die auch uns ständig beschäftigen: Migration, Aktivismus, Integration, Inklusion. Als begehbares Kunstobjekt wird die «Barraca» somit auch selbst zum Ort, um sich mit diesen Themen zu befassen; sie wird zum Community-Space, an dem gesungen, performt, getanzt, gegessen und miteinander geredet wird.

Dieses Projekt setzt auch ein Interesse von uns fort, mit dem gleichen Material möglichst viele unterschiedliche Sachen zu bauen. Alles Holz war ein halbes Jahr zuvor während dem Theater Spektakel als «Transfähre» auf dem Zürichsee unterwegs. Und da wir speziell darauf geachtet haben, dass wir nichts zersägen, könnte sie dies bereits nächsten Sommer wieder sein.

Link zu Nach Zürich

ARCHITEKTUR – AKTIVISMUS

Architektur-Aktivismus auf der Games.Fights.Encounters Ausstellung im März 2020 am Oncurating Project Space in Zürich

Während des Ausstellungs- und Vermittlungsprojekts „Games.Fights.Encounters“ haben wir vier Instrumente einsetzen, um Massnahmen zu ergreifen: Unser erstes Werkzeug war, die Wand des „Architektur-Aktivismus“, sie sollte die BesucherInnen einladen, ihre Gedanken über die Flüchtlingsunterkünfte in Zürich und der restlichen Schweiz zu reflektieren und nach Möglichkeit auch mit dem Publikum zu teilen. Die Wand sollte alle dazu befähigen, mehr über die aktuelle politische Situation in der Schweiz und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu denken und auszusprechen. Zudem konnte man sich mit dem „Aktivismus-Ordner“ und den Broschüren in die Thematik vertiefen.

Auf dieser Wand wurde die aktuelle Thematik der „Bundesasylzentren“ aufgegriffen: Wo und wie sind die Unterkünfte gelegen? Wie sieht die Umgebung aus, in der diese Menschen leben werden? Welche Rechte hat ein Mensch mit Asylstatus in der Schweiz? Wie sieht der Umgang unserer Gesellschaft mit dieser Thematik aus, wie wichtig ist er uns? Was passiert hinter den Mauern und Zäunen? Und was denken diese Menschen über unsere Gesellschaft?

Unser zweites Instrument war ein Spaziergang, bei dem wir eine ehemalige und aktuelle Flüchtlingsunterkünfte in Zürich besuchen haben. Im Anschluss an den Rundgang haben wir mit den Besuchern und unseren eingeladenen Gästen eine Diskussion über die gesehene Situation geführt. Wir haben die Diskussion als drittes Instrument einsetzen, auch wenn wir glaubten, dass wir mehr als nur reden müssen.

Die zweite Veranstaltung hätte eine einfache, aber sehr nützliche Aktion sein sollen- unser viertes Instrument: Wir wollten mit den Teilnehmern einen Tisch-Prototyp bauen, der später im GZ Wipkingen am Standort BAZ für erstaunliche Inklusivprogramme genutzt werden kann. Diese Veranstaltung konnte nur leider Aufgrund von Corona nicht stattfinden.

Link von Games.Fights.Encounters

SHELTER IS NOT ENOUGH IN MENDRISIO

SHELTER IS NOT ENOUGH LEBENSUMFELD FÜR FLÜCHTLINGE IN DER SCHWEIZ

Nachdem wir unsere erste Ausstellung abgeschlossen haben, bekamen wir die Möglichkeit sie auch an anderen Orten auszustellen. So unter anderem auch an der Academy of Architecture in Mendrisio. Start war im März 2020. Gemeinsam mit unserem Team und Studenten vor Ort, wurde die bestehende Ausstellung montiert und um weitere Themen ausgebaut. So zum Beispiel eine Situation der Schlafräume, die wir nachgebaut haben. 

IDEE UND UMSETZUNG

Wie auch schon die Ursprünglich wollen wir mit dieser Ausstellung das Leben der Neuankömmlinge zeigen und die Schwierigkeiten aufzeigen, die sie in ihrem neuen "Heimatland" haben. Die Sensibilisierung der Studenten und Besucher ist entscheidend, um das Leben der Flüchtlinge zu verändern. Die Komplexität des Themas hält viele Menschen davon ab, aktiv zu werden und den Eingliederungsprozess von Flüchtlingen in eine positive Richtung zu lenken. Mit den ausgestellten Materialien und der Programmreihe versuchen wir, diesen Wandel zu bewirken. Wie wir oft sagen "Viele kleine machen große": Diese Ausstellung würde den Menschen das Thema Flüchtlinge auch auf lokaler und globaler Ebene näher bringen. Dieser Perspektivenwechsel ist in unseren Gesellschaften mehr als notwendig.

RAUM 1, 2 & 3

Im Raum "Einblicke" konzentrieren wir uns auf acht Personen, die in die Schweiz geflohen sind. Sie geben einen Einblick in ihr Wohn- und Lebensumfeld, einerseits mit einem Rückblick auf ihre Lebensbedingungen in ihrer Heimat, andererseits in ihre jüngste Situation. Durch den zweiten Raum wird eine "Reflexion" ausgelöst: Wir stellen Fragen zum Wohnumfeld, zur Heimat und zum Zusammenleben. Schliesslich geht es um "Ausblicke" im dritten Raum: Wie könnte ein positives räumliches Zusammenleben zwischen Einheimischen und Flüchtlingen aussehen? Lassen Sie sich von erfolgreichen Projekten inspirieren und bringen Sie Ihren eigenen Input ein, entweder direkt hier in der Ausstellung oder durch die Teilnahme an der begleitenden Programmreihe, die einen Austausch zwischen Fachleuten, Flüchtlingen und Ausstellungsbesuchern ermöglicht.

 

SHELTER IS NOT ENOUGH

Die Ausstellung “Shelter is not enough” war unsere erste in der Schweiz und fand vom 12. April bis 1. Oktober 2017 im Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah in Zürich statt. Gemeinsam mit dem Team von Heimatschutzzentrum haben wir die Ausstellung zusammen organisiert. Gedacht ist, dass diese Ausstellung als Wanderausstellung an anderen Orten gebracht und präsentiert werden kann. Momentan sind wir auf der Suche nach einem Ort dafür.

SHELTER IS NOT ENOUGH - RAUM 1

Insgesamt haben wir in der Villa Patumbah, drei Räume zur Verfügung gestellt bekommen, die wir unterschiedlich bespielt haben. Im ersten Raum zeigten wir, wie die derzeitige Situation von geflüchteten Menschen in der Schweiz ist. Wir haben insgesamt acht Personen zuhause besucht und uns ihre derzeitige Heimat angeschaut. Anhand von Texten und Bildern sind sie im ersten Raum präsentiert. Diesen Raum nutzten wir, um auf die derzeitige Situation aufmerksam zu machen.

SHELTER IS NOT ENOUGH - RAUM 2

Im zweiten Raum wurden den Besuchern diverse Fragen zum Thema Heimat, Flüchtlinge, Privatsphäre usw. gestellt. Das Ziel dabei war, dass sich jeder einzelne Gedanken zu diesen Themen machen sollte, um die Problematik und die derzeitige Situation der Flüchtlinge besser zu verstehen. Seine Antworten konnte man direkt unterhalb der Fragen aufkleben.

SHELTER IS NOT ENOUGH - RAUM 3

Den dritten Raum haben wir als einen Raum der Kommunikation gesehen. Hier fanden nicht nur unsere Workshops, die ebenfalls zum Ausstellungskonzept dazu gehörten statt, sondern man konnte seine eigenen Ideen, Anregungen und Erfahrungen aufzeichnen, aufmalen oder direkt mit anderen diskutieren.

PUBLIKATIONEN DER AUSSTELLUNG