CITY IN TRANSITION FESTIVAL

Warum das "City in Transition"-Festival?

Wir brauchen jetzt eine Veränderung. Und zwar sofort. Unser Planet Erde schreit um Hilfe, und selbst ein sofortiger Wandel könnte für die Menschheit zu spät kommen. Wir müssen vom Klimawandel zum radikalen Übergang kommen! Wir brauchen Veränderungen in unserem Denken und in unserem Handeln! Wir müssen die aktuellen Probleme auf komplexe Weise analysieren, durch die Ziele der nachhaltigen Entwicklung, um langfristige und nachhaltige Antworten auf die lokalen und globalen Probleme geben zu können.

Wir haben verschiedene Disziplinen mit einer grossen Mischung von Nationalitäten, Kulturen und Sprachen zusammen gebracht, um eine neue nachhaltige und integrative Stadt zu entwickeln. In unserem Fall ist diese Stadt Zürich. Wenn wir Erfolg haben, können wir die Ideen und Aktionen auf weitere Städte in der ganzen Schweiz, in Europa und weltweit übertragen. Viele der Probleme sind bereits auf verschiedenen Ebenen definiert, und einige Institute, Firmen, Organisationen und Gemeinden ergreifen bereits Massnahmen, aber diese Massnahmen sind noch sehr isoliert. Wir haben all diese lokalen und globalen Entwicklungen während des Festivals in Zürich zusammen gebracht, um einen interdisziplinären und interkulturellen Schmelztiegel für neue nachhaltige und integrative handlungsorientierte Entwicklungen zu schaffen.

Alle sind eingeladen: Jede Frage, Idee und Aktion wurden während der 5 Tage diskutiert. Nach dem Festival wird unsere lokalen und globalen Gemeinschaften das gewonnene Wissen weiter nutzen. Wir haben keine Ressourcen mehr zu verschwenden, und dazu gehören auch Zeit und Energie. Das Festival zielte darauf ab, von oben nach unten null Verschwendung zu verursachen. Wir haben die Verantwortung, nachhaltig zu sein. Das Festival ist für alle, die eine ungeschriebene Politik der offenen Tür verfolgen. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und, was am wichtigsten ist, für jeden Menschen in der ganzen Stadt zugänglich. Sponsoring, Spenden und eine enorme Menge an freiwilliger Energie hat es ermöglicht dass das Festival zu ermöglichen.

Die ersten beiden Festivals fanden im September und Dezember 2019 statt.

 

 

FOGO AREAL

Seit seiner Eröffnung anfangs 2019 können wir ein Atelier der ZHdK jeweils zweimal pro Woche mitbenutzen. Der Raum, genauer gesagt ein Schiffscontainer, eignet sich sehr gut für Sitzungen und Projekttreffen. Sein Umfeld ist unter anderem die erste Unterkunft für Geflüchtete, die von Anfang an andere Nutzungen wie Ateliers und studentisches Wohnen integriert hat und hat deshalb eine grosse Strahlkraft für uns.

Link zu FOGO

CO-SPACE

Das Projekt “Co-space” ist unserer nächster Schritt in der Zukunft. Wir wollen unseren Leitfaden “shelter is not enough” in die Tat umsetzen und einen Raum ausserhalb der eigenen vier Wände anbieten, an dem man sich begegnen, kommunizieren und gemeinsam tätig werden. Gedacht ist ein Raum der zentral liegt, für jeden zugänglich ist und unterschiedliche Menschen und Organisationen zusammenbringt um gemeinsam aktiv zu werden. Derzeit sind wir auf der Suche nach finanzieller und materieller Unterstützung, einem freien Raum in der Stadt Zürich und nach PartnerInnen. Ziel mit diesem Raum ist es, wahre Begegnungen zu ermöglichen um über Probleme, mögliche Lösungen, Erfahrungen und Erkenntnisse gemeinsam zu diskutieren und zu erarbeiten.

CO-SPACE WERKEREI SCHWAMMENDINGEN

Im Januar 2018 wurden wir um die Hilfe gebeten, für das neu entstehende Creative Space in der Werkerei Schwmmendingen (Zürich) das Mobiliar zu bauen und die Räume neu zu streichen. So bauten wir gemeinsam mit vielen freiwilligen HelferInnen das Mobiliar. Im Gegenzug können wir die Räumlichkeiten kostenlos nutzen, zum Beispiel für...

FOGO AREAL

Seit seiner Eröffnung anfangs 2019 können wir ein Atelier der ZHdK jeweils zweimal pro Woche mitbenutzen. Der Raum, genauer gesagt ein Schiffscontainer, eignet sich sehr gut für Sitzungen und Projekttreffen. Sein Umfeld ist unter anderem die erste Unterkunft für Geflüchtete, die von Anfang an andere Nutzungen wie Ateliers und...

CO-SPACE WERKEREI SCHWAMMENDINGEN

Im Januar 2018 wurden wir um die Hilfe gebeten, für das neu entstehende Creative Space in der Werkerei Schwmmendingen (Zürich) das Mobiliar zu bauen und die Räume neu zu streichen. So bauten wir gemeinsam mit vielen freiwilligen HelferInnen das Mobiliar. Im Gegenzug können wir die Räumlichkeiten kostenlos nutzen, zum Beispiel für unsere jährliche Generalversammlung.

Link zu Creative Space

TRANSFÄHRE LÜCHTTURM

SAFFA FÜR ALLE!

Die Kunstinstallation Transfähre war Teil des «Lüchtturm» 2019 auf der Saffa-Insel während dem 40. Zürcher Theater Spektakel, wo für die Dauer des Spektakels ein neuer Begegnungsort entstand. Ein lebendiger Freiraum für Freunde und Fremde – ohne Konsumzwang und Tickets. Während drei Wochen bot er Raum für die verschiedensten Aktivitäten. 

TRANSFÄHRE: NO PAST, NO FUTURE?

Der schwimmende Pavillon steht sinnbildlich für das Leben der Flüchtlinge. Die verblassten schmalen Seiten des Flosses repräsentieren die zurückgelassenen Leben sowie die unsicheren Zukunftsperspektiven hier in der Schweiz, denn ihr Wissen und ihre Fähigkeiten werden oft weder anerkannt noch geschätzt. Die langen offenen Seiten stehen für die Transformation in ein neues Leben voller neuer Erfahrungen, Freundschaften und Möglichkeiten, ins Hier und Jetzt. Sich auf der Transfähre befindend, sah man nie genau, wohin die Reise geht.

ÜBERFAHRT!

Ohne festen Fahrplan fanden während dem Spektakel Überfahrten von der Saffa aufs Festland und zurück statt. Eine Tafel orientierte die Besucher über die Installation, jedoch wurde diese Dienstleistung nicht direkt angeboten. Vielmehr konnte sich mensch uns jeweils anschliessen, wenn wir laut «Überfahrt» gerufen haben. Die etwa drei Tonnen Auftrieb verschafften unserem Floss eine Kapazität für etwa 30 Menschen, bevor es unter Wasser gedrückt wird. 

MATERIAL – NACHHALTIGKEIT

Die Holzprofile stammen aus Zürcher Föhre und sollen auch eine Investition für zukünftige Bauprojekte von uns sein. Die „Nagelbretter“ – also das, was die Profile zusammenhält – sind wiederverwertetes Abfallholz vom Spektakel selbst, sowie vom Klimafestival auf der Hardturmbrache. Die Schwimmkörper konnten wir lokal in Zürich ausleihen, sogenannte „Jetfloat“-Elemente, welche wir zu einem 3x4m grossen Floss zusammenstecken.

Link von Transfähre Lüchtturm

 

LIVING ROOM @ LÜCHTTURM

Im Juni 2018 wurden wir von Lüchtturm angefragt, ob wir nicht auch Lust hätten, bei deren Ihrem Festival in der Stadionbrache Hardturm mitzumachen. Wir waren uns gleich einig, dass wir auch abei sein wollen.

Brache für alle! Drei Sommertage lang ein gemeinnütziges Fest zum Mitmachen für alle. Frei von Kommerz, offen für Experimente und kreative Initiativen. Gemeinsam mit unterschiedlichsten Akteuren bespielten wir diesen urbanen Freiraum.

Wir haben einen Lieferwagen mit Material von einem Umbauprojekt, das direkt entsorgt worden wäre, über die Stadionbrache umgeleitet und damit während dreier Tage ein “Wohnzimmer” auf dem grossen Platz unterhalten. Das Wohnzimmer, überdeckt von einem alten Gleitschirm, bot mehrere Bänke und Tische inklusive eingebautem Grill sowie Ventilator und Bibliothek für die heissen Stunden. So ist auf der riesigen Asphaltfläche ein Raum für allerlei Interaktionen entstanden, unter anderem konnte dort unter Anleitung unser “Summer chair”, eine Art portabler Campingstuhl, gebaut werden. Das ganze Festival funktionierte während seiner ganzen Zeit ausschliesslich über Kollekte.

Link zu Lüchtturm

CAFÉ FÜR ALLE

Im Juni 2020 wurden wir von der Autonomen Schule Zürich angefragt, im Innenhof eine Sommernutzung zu realisieren. Durch die Massnahmen gegen COVID-19 mussten sie ihr Café im Erdgeschoss schliessen, da dort die Abstände nicht eingehalten werden konnten. Das Café ersetzt für viele Menschen das Wohnzimmer, da sie in Asylunterkünften im ganzen Kanton verstreut wohnen, wo solche Räume oft fehlen. Es war den Betreiber*innen deshalb wichtig, möglichst rasch einen wettergeschützten Ersatz zu schaffen, so dass dieser Treffpunkt auch mit den Massnahmen wieder funktionieren kann.

Entstanden ist eine vor Ort, zusammen mit den Nutzer*innen geplante und gebaute Konstruktion. Unser «Mother Hexagon»-Pavillon kam dabei zum zweiten Mal zum Einsatz: Der Elementbau kann problemlos in einem Tag aufgebaut werden. Währenddessen wurde bereits intensiv überlegt, wie aus dem vor Ort vorhandenen Material ein überdeckter Bereich angebaut werden könnte: Wir haben vom Helmhaus viele Planen der vergangenen Ausstellungen erhalten, welche wir zu einer zusammenhängenden Dachfläche verbinden konnten, und die somit die Grösse des Daches bestimmten. Das Tragwerk besteht, ähnlich wie bei der «Transfähre», aus drei am Boden vorgefertigten Rahmen, welche dann mit viel «woManpower» in Position gebracht werden. Fachwerke verbinden die Rahmen untereinander, der Pavillon und die Rampe bilden die beiden «Eckpfeiler». Mit einer Wandtafel versehen, konnte die überdachte Fläche so auch als «Outdoor-Klassenzimmer» genutzt werden. 

Die Bauphase hat gut zwei Wochen in Anspruch genommen und erfreute sich einer grosse Beteiligung der unterschiedlichsten Menschen. Neben dem eigentlichen Bauen wurden auch die Tische und Bänke neu gestrichen, ein Garten angelegt und sich dadurch gegenseitig kennengelernt. Inklusion durch das kollektive Bauen, durch das gemeinsam-etwas-machen. Es ist erstaunlich, zu was eine solche Community fähig ist. Das gebaute Resultat tritt hier beinahe in den Hintergrund. 

Link zu Autonomen Schule Zürich

NACH ZÜRICH: BARRACA CULTURAL

Die Ausstellung "Nach Zürich: Barraca Cultural" die wir mit Gustavo Hansson im Helmhaus präsentieren dürfen, fand vom 06.12.19 - 26.1.20 statt.

“Die Transformation des gesamten Werkes eines Künstlers in sein Haus”

Zusammen mit dem Künstler Gustavo Hansson haben wir die «Barraca Cultural» im Helmhaus gebaut. Die Idee hinter der «Barraca» ist, dass sie das gesamte Werk eines Künstlers unter einem Dach vereinigt und somit quasi nur noch daraus besteht, die Konstruktion tritt in den Hintergrund. Die Kunst wird zum neuen Zuhause, zum «Shelter», zum Schutz. Das Werk des Künstlers setzt sich dabei mit Themen auseinander, die auch uns ständig beschäftigen: Migration, Aktivismus, Integration, Inklusion. Als begehbares Kunstobjekt wird die «Barraca» somit auch selbst zum Ort, um sich mit diesen Themen zu befassen; sie wird zum Community-Space, an dem gesungen, performt, getanzt, gegessen und miteinander geredet wird.

Dieses Projekt setzt auch ein Interesse von uns fort, mit dem gleichen Material möglichst viele unterschiedliche Sachen zu bauen. Alles Holz war ein halbes Jahr zuvor während dem Theater Spektakel als «Transfähre» auf dem Zürichsee unterwegs. Und da wir speziell darauf geachtet haben, dass wir nichts zersägen, könnte sie dies bereits nächsten Sommer wieder sein.

Link zu Nach Zürich

ARCHITEKTUR – AKTIVISMUS

Architektur-Aktivismus auf der Games.Fights.Encounters Ausstellung im März 2020 am Oncurating Project Space in Zürich

Während des Ausstellungs- und Vermittlungsprojekts „Games.Fights.Encounters“ haben wir vier Instrumente einsetzen, um Massnahmen zu ergreifen: Unser erstes Werkzeug war, die Wand des „Architektur-Aktivismus“, sie sollte die BesucherInnen einladen, ihre Gedanken über die Flüchtlingsunterkünfte in Zürich und der restlichen Schweiz zu reflektieren und nach Möglichkeit auch mit dem Publikum zu teilen. Die Wand sollte alle dazu befähigen, mehr über die aktuelle politische Situation in der Schweiz und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu denken und auszusprechen. Zudem konnte man sich mit dem „Aktivismus-Ordner“ und den Broschüren in die Thematik vertiefen.

Auf dieser Wand wurde die aktuelle Thematik der „Bundesasylzentren“ aufgegriffen: Wo und wie sind die Unterkünfte gelegen? Wie sieht die Umgebung aus, in der diese Menschen leben werden? Welche Rechte hat ein Mensch mit Asylstatus in der Schweiz? Wie sieht der Umgang unserer Gesellschaft mit dieser Thematik aus, wie wichtig ist er uns? Was passiert hinter den Mauern und Zäunen? Und was denken diese Menschen über unsere Gesellschaft?

Unser zweites Instrument war ein Spaziergang, bei dem wir eine ehemalige und aktuelle Flüchtlingsunterkünfte in Zürich besuchen haben. Im Anschluss an den Rundgang haben wir mit den Besuchern und unseren eingeladenen Gästen eine Diskussion über die gesehene Situation geführt. Wir haben die Diskussion als drittes Instrument einsetzen, auch wenn wir glaubten, dass wir mehr als nur reden müssen.

Die zweite Veranstaltung hätte eine einfache, aber sehr nützliche Aktion sein sollen- unser viertes Instrument: Wir wollten mit den Teilnehmern einen Tisch-Prototyp bauen, der später im GZ Wipkingen am Standort BAZ für erstaunliche Inklusivprogramme genutzt werden kann. Diese Veranstaltung konnte nur leider Aufgrund von Corona nicht stattfinden.

Link von Games.Fights.Encounters

FLÜCHTLINGSINTEGRATIONS PLATTFORM

Die Onlineplattform “Flüchtlingsintegration" versteht sich als offenes Netzwerk von Beteiligten und Interessierten zur Verbesserung der Situation von Geflüchteten. Wir schaffen Partnerschaften, vermitteln Kontakte und machen erfolgreiche Projekte sichtbar in den Bereichen: Arbeit, Bildung, Freizeit, Rechte, und Wohnen.

Mehr dazu unter fluechtlingsintegration.ch