Architecture for Refugees SCHWEIZ mit dem Anerkennungsbeitrag «Kulturelle Teilhabe» 2020 ausgezeichnet! (DE + EN)

(English version see below)

Architecture for Refugees SCHWEIZ hat einen der drei Anerkennungsbeiträge «Kulturelle Teilhabe» 2020 der Fachstelle Kultur Kanton Zürich, in Zusammenarbeit mit der kantonalen Kulturförderungskommission, erhalten. Wir freuen uns sehr für diese Wertschätzung unserer Arbeit und möchten diese Gelegenheit nutzen, um uns in Zukunft noch verstärkt für eine Stadt für Alle einzusetzen. Getreu unserem Motto «wir entwickeln räumliche, architektonische und städtebauliche Lösungen für Inklusion!»

Da aufgrund der Covid-19-Pandemie keine öffentliche Preisverleihung stattfinden konnte, wurde dafür ein Interview mit drei unserer Aktivist*innen gedreht:

Weiterlesen auf der Website der Kulturförderung Kanton Zürich oder auf der Website von Arttv

(EN)

Architecture for Refugees SWITZERLAND has received one of the three recognition grants „Cultural Participation“ 2020 from the Culture Office of the Canton of Zurich, in collaboration with the Cantonal Cultural Promotion Commission. We are very happy for this appreciation of our work and would like to use this opportunity to work even harder for a city for all in the future. True to our motto „we develop spatial, architectural and urban solutions for inclusion!“

Due to the Covid 19 pandemic, no public award ceremony could take place. Therefore, an interview with three of our activists was filmed (see above).

Read more on the website of the Kulturförderung Kanton Zürich or on the website of Arttv.

IMA – Inklusion macht Architektur

Kurzbeschrieb 

Architektur ist wichtig, wenn Sie sich für die gesamte Gesellschaft einsetzt. Architecture for Refugees SCHWEIZ setzt sich für Inklusion in Architektur und Städtebau ein. Inklusion - das bedeutet Vielfalt und Teilhabe. Relevante «Best Practice» Projekte sollen 2021 recherchiert, evaluiert und in einer Datenbank zugänglich gemacht werden. Durch eine breite Kampagne sowie der Publikation «INKLUSION MACHT ARCHITEKTUR» wird Inklusion der Schweizer Gesellschaft und Architekturszene vermittelt.

Projektbeschrieb 

Architecture Matters, Architektur ist wichtig. Ja, das denken wir auch. Damit Architektur «wichtig» wird, muss sich Architektur mit Themen auseinandersetzen, die wichtig sind. Wichtig für alle, für die Gesellschaft. Wir denken, dass insbesondere Gleichberechtigung, Solidarität, Respekt und Inklusion für die ganze Gesellschaft wichtig sind. Deshalb setzt sich der Verein Architecture for Refugees SCHWEIZ seit 2016 für eine Architektur für Alle ein, insbesondere bezüglich der Inklusion von Gruppen, welche in der Gesellschaft benachteiligt sind, wie z.B. Menschen mit Fluchthintergrund. Im Fokus unserer Arbeit steht daher die «Inklusive Stadt». Durch bessere architektonische  und städtebauliche Lösungen wollen wir die Lebensbedingungen von Menschen mit Fluchthintergrund und ihre soziale, kulturelle und wirtschaftliche Inklusion in unserer Gesellschaft verbessern. Es geht um Chancengleichheit, um nachhaltige Stadtentwicklung, um bezahlbaren Wohnraum und um öffentliche Freiräume für alle. Wir arbeiten mit diversen Formaten wie Festivals, Diskussionsabenden mit Kurzpräsentationen, temporäre Architekturen, Workshops, gemeinsame Abendessen, Online-Kampagnen, Artikeln, Publikationen oder Stadtspaziergängen. Damit schaffen wir temporär eine inklusive Architektur, und damit auch eine Stadt für Alle. Unsere Projekte zeigen die Realität, Vision und die Schönheit einer inklusiver Gesellschaft auf. In unserem Netzwerk in der Schweiz und weltweit haben wir eine Vielzahl von Organisationen, welche ähnliche Ziele verfolgen. Neben der Projektarbeit haben wir das Ziel, der Schweizer Gesellschaft und Architekturszene die Themen Inklusion im Bezug auf Menschen mit Fluchthintergrund zu vermitteln. Wir möchten über die Reflexion unserer eigenen Arbeit sowie der Recherche zur Arbeit anderer Organisationen eine online «Best Practice» Datenbank (1) aufbauen, welche Projekte sichtbar und damit vermittelbar macht, die Inklusion in Architektur und Städtebau fördern. 

Dafür entwickeln wir ein «Inklusions-Spider» Diagramm, mit welchem die subjektive Erfahrung der verschiedenartigen Projekte objektiv vergleichbar gemacht werden kann. Grafisch sollen die konkreten «Best Practice» Projekte hinsichtlich Themen, wie  z.B. Zusammengehörigkeit, Interaktion, Identität, Zugänglichkeit, Gleichberechtigung und Diversität, bewertet und zueinander in Verbindung gebracht werden. Wir haben mehrere Regionen der Schweiz ausgewählt (Zürich und Winterthur, Basel, Bern, Genf und Lausanne, Tessin, und Ostschweiz sowie ausgewählte kleinere Regionen), um eine Liste von ca. 100 «Best Practice» zu erstellen. Wir werden Projekte aus diesen verschiedenen Regionen hervorheben, um inklusive Projekte insbesondere aus der Sicht von Menschen mit Fluchthintergrund aufzuzeigen. Letztere nehmen dabei eine aktive Rolle ein, sowohl bei der gemeinsamen Definition von Inklusion, dem Erstellen des Fragebogens als auch bei der Datenerhebung.

Um die Erkenntnisse aktiv zu vermitteln, werden wir 2021, begleitend zur Recherche der «Best Practice» Projekte, mit öffentlichkeitswirksamen Events den Dialog zu Inklusion in Architektur und Städtebau fördern. Dabei wenden wir unsere inklusive Arbeitsweise an, mit welcher wir schon diverse Projekte in der Schweiz durchgeführt haben, wie beispielsweise das «Open City Festival» in Zusammenarbeit mit Open House Zürich, unsere «Architecture is a Human Right Initiative» in Zusammenarbeit mit World-Architects oder den diversen «in-situ» Kunstprojekten und temporären Architekturen wie dem «Gemeinsam wie Bienen»-Pavillon in Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklung Zürich. Darüber hinaus werden wir Ende 2021 mit einer Online-Kampagne, einer Publikation und einem Festival mit dem Thema «INKLUSION MACHT ARCHITEKTUR» das Projekt abschliessen und den Diskurs über Architektur und deren gesellschaftliche Relevanz stark fördern.

(1) z.B. analog https://www.spatialagency.net/ oder https://currystonefoundation.org/

PARTNER UND EXPERTEN

AfR CH - Architecture for Refugees SCHWEIZ SP - Schweizer Partner EE - Externe Experten IE - Internationale Experten PP - Projektpartner Für dieses Projekt haben wir ein Team und ein Netzwerk aus 4 Hauptgruppen aufgebaut. Das Team von Architecture for Refugees SCHWEIZ (AfR CH) koordiniert und leitet das Projekt....

WIRKUNGSABSICHT

Das übergeordnete Ziel von Architecture for Refugees SCHWEIZ ist eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird, und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann; eine inklusive Gesellschaft. Dies entspricht leider insbesondere für Menschen mit Fluchthintergrund oft nicht der Realität, da auch Architektur und Städtebau nicht inklusiv geplant sind....

INKLUSION-SPIDERDIAGRAMM

Das Ziel ist, während dem Projekt ca. 100 “Best-Practice”-Projekte zu sammeln, in 7 Schweizer Regionen: Zürich und Winterthur, Basel, Bern, Genf und Lausanne, Tessin, Ostschweiz und weitere Kleinregionen. Die Projekte sind in private Räume, Gemeinschaftsräume und öffentliche Räume gegliedert. Die hier angefügte Liste zeigt eine beispielhafte Auswahl von möglichen...

REGIONEN

Das Ziel ist, während dem Projekt ca. 100 “Best-Practice”-Projekte zu sammeln, in 7 Schweizer Regionen: Zürich und Winterthur, Basel, Bern, Genf und Lausanne, Tessin, Ostschweiz und weitere Kleinregionen.

FÖRDERUNGEN

Die folgende Sponsoren, Stiftungen und öffentliche Institutionen unterstützen das Projekt: – Pro Helvetia im Rahmen von «Architecture Matters»

STADTFÜHRUNGEN

In Zusammenarbeit mit Okbaab Tesfamariam organisieren wir Stadtführungen. Wir bieten öffentliche und private Führungen für ALLE an. Okbaab (selbst ehemaliger Flüchtling) spricht über seine Erfahrungen in der Stadt und wir erzählen über die Zürich und seine Architektur. Die Stadtführung führen zu Räumen und Plätzen wo unterschiedliche private und gemeinschaftliche Bedürfnisse stattfinden, sich Menschen begegnen und treffen. 

PUBLIKATIONEN ÜBER DIE STADTFÜHRUNGEN

LINDENHOF - PESTALOZZI BIBLIOTHEK

Unsere "Stadtführung Route 1.0" startet vom Lindenhof. Okbaab und Bence stellen sich kurz vor...wer sind sie und warum sie die Stadtführungen machen. Okbaab kommt ursprünglich aus Eritrea und lebt seit 2009 in der Schweiz. Er erzählt seine Erfahrung als geflüchtete Mensch. Bence ist co-founder von Architecture for Refugees SCHWEIZ und spricht über den architektonischen und städtebaulichen Aspekten der Flüchtlingskrise in der Schweiz und im allgemeinen.

PESTALOZZI BIBLIOTHEK - HB ZÜRICH - PLATZSPITZ

Wir schauen uns den Hauptbahnhof an, reden über die Gesellschaft, die öffentlichen Räume und dann geht es weiter zum Platzspitz, wo sich viele Menschen im Frühjahr und Sommer dort aufhalten und von dort dann in Richtung Autonome Schule.

Was könnten wir von Deutschland lernen? – Making Heimat – LINK

"Aktuell sind weltweit über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die wachsende Dimension der Flüchtlingsbewegung entwickelt sich zu einer wesentlichen Herausforderung gerade für grosse Städte, in denen die Menschen in hoher Zahl und in kurzer Zeit Unterkunft und ­Versorgung, Arbeit und Integration finden sollen. Die Hauptlast dabei tragen aber nicht europäische Länder, wie gerne behauptet wird, sondern die angrenzenden, oft sehr armen Länder. Im Krieg in Syrien sind dies beispielsweise der Libanon, Jordanien und die Türkei, die die Hauptlast tragen. Das grösste Flüchtlingslager steht nicht in ­Europa, sondern in Kenia, mit Flüchtlingen aus Somalia." - hier kannst du den Text weiterlesen LINK!

Sans Papier in der Schweiz – LINK

„Rund 76’000 Personen ohne Papiere leben mutmasslich in der Schweiz. Letztes Jahr lancierte der Kanton Genf – wo rund 13’000 Sans Papiers leben – ein Pilotprojekt, um sie zu legalisieren. Wie sieht die Zwischenbilanz nach einem Jahr aus?“HIER kann man den Artikel weiterlesen!!!

CALL FOR VOLUNTEERS – AfR CH

CALL FOR VOLUNTEERS

Architecture for Refugees SCHWEIZ sucht 1-2 Personen die uns unterstützen könnten. Noch im Dezember 2017 machen wir 2 kleinere Projekte. Einer Ausstellung Aufbau und einer Co-working Raum Innenausbau. Amateurs und Profesionelle sind beide WELCOME! 🙂
Lass uns wissen wenn Du Zeit, Lust und Energie hast. Facebook Nachricht oder Email!

FROM THE CULTURE OF WAITING TO THE CULTURE OF CARE – AfR CH

IN MEDIAS RES

Auf Deutsch kommt auch gleich ...

In medias res - let’s have no starting point and no end. The world CHANGES continuously and we have to DEVELOP our society and built environment on a daily basis. We develop long- and short-term STRATEGIES but we also believe in the power of NOW! We learn from our PAST, do things in the PRESENT and have goals for the FUTURE. Join our journey and let’s built a better world TOGETHER! 

The motto and strategy of the “From the culture of waiting to the culture of care” was developed by the Architecture for Refugees and the students of the Polis University in Tirana during the Tirana Architecture Week 2016.

The Architecture for Refugees SCHWEIZ team