WIRKUNGSABSICHT

Das übergeordnete Ziel von Architecture for Refugees SCHWEIZ ist eine Gesellschaft, in der jeder Mensch akzeptiert wird, und gleichberechtigt und selbstbestimmt an dieser teilhaben kann; eine inklusive Gesellschaft. Dies entspricht leider insbesondere für Menschen mit Fluchthintergrund oft nicht der Realität, da auch Architektur und Städtebau nicht inklusiv geplant sind. Wir brauchen daher inklusive Städte, wo Einheimische mit Menschen mit Fluchthintergrund in Kontakt treten können. Architektur und Städtebau kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, adäquate Räume für diese «Willkommens-Gesellschaft» zu kreieren, worin die Inklusion stattfinden kann. Inklusion braucht Raum. Mit dem hier vorgeschlagenen Projekt möchten wir diesem übergeordneten Ziel einen Schritt näher kommen. 

Das Projekt ist dann erfolgreich, wenn mittel- und langfristig in der Schweizer Gesellschaft und insbesondere in der Architekturszene das Thema «Inklusion» besser verstanden und geschätzt wird. Wir setzen uns dafür ein, dass in der Schweiz Wohnräume, gemeinschaftliche und öffentliche Räume stärker inklusiv geplant und gelebt werden. Das Projekt soll im Jahr 2021 dieses Ziel fördern, indem es den Diskurs zu Inklusion in Architektur und Städtebau durch Forschung und Evaluierung, eine Online-Kampagne, die Publikation von Artikeln, ein abschliessendes Festival sowie insbesondere den Aufbau einer online «Best Practice» Datenbank fördert.  Dabei könnte Architecture for Refugees einerseits auf eine bereits existierende Plattform (2) zurückgreifen, oder eine neue wie beispielsweise «inklusionmachtarchitektur.org» aufbauen. Die Wirkung des Projekts soll durch eine auf der online «Best Practice» Datenbank aufbauenden Publikation (Deutsch/Englisch/Italienisch/Französisch) vergrössert werden. Um die Datenbank aufbauen zu können, werden wir mit Akteuren der ausgewählten «Best Practice» Projekte Interviews führen und konkrete Räume und Projekte mit einem «Inklusions-Spider» reflektieren. So soll Inklusion sichtbarer, messbarer und unterschiedliche Projekte vergleichbarer werden. Die online «Best Practice» Datenbank und der «Inklusions-Spider» sollen anschliessend Akteure ermächtigen, selbstständig Räume entsprechend Ihrer Inklusion zu reflektieren und Projekte dahingehend zu planen.

Das Projekt ist umso erfolgreicher, je mehr diverse, relevante Akteure 2021 aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen werden können. Die öffentliche Hand, Städte und Gemeinden, diverse Community-Gruppen, Bauherren und Entwicklerinnen und Entwickler, und eben auch Architektinnen und Architekten sollen sich die Ideen aneignen und die Erkenntnisse in zukünftigen Planungen und im Betrieb bestehender Infrastrukturen umsetzen. Die online «Best Practice» Datenbank wird Ihnen die Möglichkeit geben, inklusive Räume zu schaffen, in denen Einheimische und Menschen mit Fluchthintergrund  zusammenkommen können, andererseits möchte Architecture for Refugees SCHWEIZ damit vermehrt auch zum direkten Ansprechpartner für Gemeinden, Architektinnen und Architekten oder Bauherren werden. Über den Einbezug unserer globalen Partner soll das Projekt auch international Inklusion in Architektur und Städtebau fördern. Die online «Best-Practice» Datenbank kann und soll insbesondere auch mit internationalen Projekten ergänzt und erweitert werden. Ab 2022 sollen die involvierten Akteure periodisch kontaktiert werden, um Inklusion kontinuierlich und stärker in Ihren Organisation zu verankern. 

(2) http://fluechtlingsintegration.ch/